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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

19.02.2018 - Artikel

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Armenien

In der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist Deutschland nach den USA der zweitwichtigste bilaterale Geber für Armenien. Im Rahmen der Regierungsverhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit im September 2014 hat Deutschland bis zu 109,8 Mio. Euro für finanzielle Zusammenarbeit zugesagt. Außerdem werden 2014 neue Mittel für regionale Vorhaben bereitgestellt, an denen Armenien partizipiert. Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit sind dies insgesamt bis zu 21,0 Mio. EUR und für Regionalvorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit bis zu 2,0 Mio. EUR.

Die Entwicklungspolitische Zusammenarbeit (kurz auch „EZ“) besteht aus der staatlichen EZ, aus humanitär ausgerichteten „Kleinstprojekten“ und aus Projekten von Nichtregierungsorganisationen (NROs), die durch Mittel aus dem deutschen Haushalt finanziell gefördert werden. Die staatliche EZ teilt sich in die Technische und Finanzielle Zusammenarbeit auf. Sie wird durch die sogenannten Durchführungsorganisationen GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) durchgeführt. Bei den Kleinstprojekten unterstützt die Botschaft unmittelbar private armenische Organisationen zur Linderung von akuten Notlagen und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen für eine Verbesserung der Lebensumstände der am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Die Informationsbroschüre der Botschaft über die Aktivitäten der Bundesrepublik Deutschland in Armenien in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auf Deutsch und Englisch:


Informationsbroschüre zu den Aktivitäten der Bundesrepublik Deutschland in Armenien in entwicklungspolitischer Zusammenarbeit

Activities of the Federal Republic Germany in Armenia in Development cooperation

Die staatliche EZ mit Armenien

Deutschlands staatliche entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Armenien erstreckt sich im Rahmen des Regionalprogramms der Kaukasus-Initiative auf den gesamten Südkaukasus. Die Programme sind daher im Allgemeinen sowohl  in Armenien als auch in Georgien und Aserbaidschan aktiv und fördern durch regionale Aktivitäten wie Konferenzen, Workshops und Seminare nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten aus Verwaltung, Justiz und Wirtschaft der drei Länder. Normalerweise kämen sie aufgrund der Konflikte nicht zueinander. Ein wichtiges Ziel der Veranstaltungen, die von den deutschen Organisationen GIZ, KfW und PTB sowie von den politischen Stiftungen und anderen Institutionen organisiert werden, ist, dass die Teilnehmer ihre Kontakte untereinander auch außerhalb dieser Veranstaltungen pflegen – dies ist in vielen Fällen bereits Realität.

Inhaltlich konzentriert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Südkaukasus auf die drei Schwerpunkte

  •     Umwelt und Energie,
  •     nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie
  •     Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung.

In diesem Rahmen beauftragt die Bundesrepublik Deutschland in Gestalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sogenannte Durchführungsorganisationen mit der Durchführung verschiedener Vorhaben, d.h. Programme und Projekte.

Die Vorhaben lassen sich in Technische und Finanzielle Zusammenarbeit unterteilen. Die Technische Zusammenarbeit besteht im wesentlichen aus Beratungs- und Sachleistungen, die die GIZ und PTB erbringen. Hierzu arbeiten sie eng mit den nationalen Ministerien, Gemeinden und anderen Institutionen zusammen, aber auch mit Unternehmen der Wirtschaft und NROs.

Die KfW ist für die Finanzielle Zusammenarbeit zuständig. Sie gibt Kredite, die sie aus eigenen Mitteln und/oder aus deutschen Haushaltsmitteln bereitstellt, oder in selteneren Fällen auch (nicht zurückzahlbare) Zuschüsse. Die Kredite erhält entweder direkt der armenische Staat (z.B. das Energieministerium) oder eine juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts. Im Allgemeinen haben die Kredite bessere Konditionen als auf dem freien Markt erhältliche Darlehen, und der armenische Staat haftet für die Rückzahlung. Das wesentliche Merkmal der KfW-Darlehen ist aber, dass sie immer von weiteren, für die Gastländer kostenlosen Maßnahmen begleitet werden, die die Durchführung des finanzierten Projektes sicherstellen sollen. So untersuchen Fachleute vor Beginn einer Maßnahme in einer sogenannten Machbarkeitsstudie, ob das Projekt mit den vorgesehenen Kosten in der geplanten Weise überhaupt durchführbar ist und Trainingsmaßnahmen schulen die Mitarbeiter in der Anwendung der neuen Instrumente.

Kleinstprojekte der Botschaft

Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit unterstützt die Deutsche Botschaft Eriwan sogenannte Kleinstprojekte zur Verbesserung der Lebensumstände der armen und am meisten benachteiligten Bevölkerungsschichten Armenien. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den Förderkriterien, zum Antragsverfahren und zu bereits geförderten Projekten:

Kleinstprojekte der Botschaft

Unterstützung von Projekten privater Träger

Neben der offiziellen staatlichen EZ mit Armenien unterstützt das BMZ auch Initiativen sogenannter privater Träger – politische Stiftungen, Kirchen und Vereine. Weitere Informationen zu den Aktivitäten dieser Organisationen in Armenien finden Sie auf deren Webseiten. Seit 2012 wird die Unterstützung privater Initiativen in der EZ von der zentralen Servicestelle „Engagement Global“, einer bundeseigenen GmbH, koordiniert. Ausführliche Informationen zur Servicestelle „Engagement Global“ und deren Beratungsleistungen finden Sie auf der Webseite des BMZ und der Webseite von "Engagement Global" selbst.

BMZ-Informationen zu „Engagement Global“

Webseite von "Engagement Global"

Deutsche Organisationen vor Ort

Folgende deutsche Einrichtungen sind im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Armenien aktiv:

Effizient, wirksam und partnerorientiert – so unterstützt die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Menschen und Gesellschaften in Entwicklungs-, Transformations- und Industrieländern dabei, eigene Perspektiven zu entwickeln und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Seit dem 1. Januar 2011 bündelt die GIZ die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen des Deutschen Entwicklungsdienstes gGmbH (DED), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) und InWent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) unter einem Dach.

Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung bei der Erreichung ihrer Ziele in der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung.

Weltweit aktiv ist sie außerdem in der internationalen Bildungsarbeit.

Die GIZ ist in Armenien mit einem Büro vertreten:

Anschrift:
Baghramyan 4/1
0019 Eriwan
Tel.: +374 10 589337
Fax: +374 10 589270

Landesdirektorin:
Anne Kempa
Tel.: +374 10 585414
E-Mail: anne.kempa@giz.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Armenien

Die KfW Entwicklungsbank ist die Durchführungsorganisation für die finanzielle Zusammenarbeit auf dem Gebiet der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Armenien und Deutschland.

Projekte von KfW in Armenien:

KfW-Factsheet Armenia Deposit Guarantee Fund

KfW-Factsheet Water Supply Programs (Communal Infrastructure Programs II – Phases 1-3)

KfW-Factsheet German-Armenian Fund–Agricultural Finance

KfW-Factsheet German-Armenian Fund – Housing Finance

KfW-Factsheet Lake Arpi National Park

KfW-Factsheet Protection and Management of Natural Resources
Kontakte:

KfW Büro Eriwan

Direktor Regionalbüro Kaukasus:

Dr. Klaus Veigel

Lokale Repräsentation KfW Büro Eriwan:

Zara Chatinyan

Projektkoordinatorin:

Bella Andriasyan

Bagramyan Str. 4/1, 0019 Yerevan

Tel. +374 10 548980

Fax: +374 10 589270

E-Mail: kfw.eriwan@kfw.de

Die Aktivitäten der KfW Entwicklungsbank können Sie auch unter folgendem Link nachlesen:

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Armenien


Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) ist Personalvermittler in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. CIM vermittelt Fach- und Führungskräfte nach Asien, Afrika, Lateinamerika sowie Ost- und Südosteuropa.

Partner im Gastland sind kompetente und eigenverantwortliche Arbeitgeber aus dem öffentlichen Dienst, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft. Für diese Partner werden auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fachkräfte aus den Ländern der Europäischen Union und in Deutschland ausgebildete Experten aus den Partnerländern rekrutiert, die in ihre Heimat zurückkehren wollen.

In Armenien werden die CIM-Experten durch das GIZ-Büro vermittelt und betreut.

Weitere Informationen erhalten Sie über folgenden Link:

Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation macht seit über 20 Jahren die Erfahrungen der deutschen Sparkassen in Entwicklungs- und Transformationsländern verfügbar. Sie unterstützt Finanzinstitutionen, die die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nachhaltig auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene durch bedarfsgerechtes Bankgeschäft fördern.

Teamleiterin für Projekte in Armenien:
Natalie Vorobev

Anschrift: Paronyan Str. 8, 3. Stock, Büro 12

Tel.: +374 10 500 292

E-Mail: Natalie.Vorobev@Sparkassenstiftung.de

Projekte der Sparkassenstiftung in Armenien

Die Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit ist mit einem Büro in Armenien vertreten:

Lokale Koordinatorin: Nelly Tumasyan

Anschrift: Baghramyan Str. 18, 0019 Eriwan

Tel.: + 374 10 56 52 35
E-Mail: irzarmenien@gmail.com

Informationen zur Arbeit der Stiftung in Armenien erhalten Sie unter folgendem Link:

Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) in Armenien

Der Senior Expert Service (SES) ist eine Stiftung der deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit und eine gemeinnützige GmbH.

1983 wurde der SES unter Obhut des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen.

In Armenien wird SES vertreten durch:

Mariam Mazhinyan

SES Armenia

Deutsche Wirtschaftsvereinigung (DWV)

Baghramyan 18, Eriwan

Tel.: +374 77 660351

E-Mail: mariam.mazhinyan@dwv.am

Senior Expert Service (SES)

Seit mehr als 60 Jahren leistet der Deutsche Caritasverband mit seinem Hilfswerk Caritas international im Auftrag der deutschen Bischofskonferenz weltweit Not- und Katastrophenhilfe. Zudem fördert Caritas international die soziale Entwicklung von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen wie Kindern und Jugendlichen, alten, kranken und behinderten Menschen.

Die Caritas ist in Armenien durch ein Büro in Gyumri vertreten:

Anschrift:
Armenian Caritas Benevolent NGO
H. Sargsyan 8, side-street 3, 3118 Gyumri

Executive Director:
Gagik Tarasyan
Tel. +374 312 57201
Fax: +374 312 57849
E-Mail: info@caritas.am

Caritas Armenia

Caritas International