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Aktuelle Informationen zu Visa- und Konsularangelegenheiten

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06.07.2020 - Artikel

Stand: 06.07.2020

Informationen zu Visaangelegenheiten und Konsularangelegenheiten

Aufgrund des Ausbruchs des Covid-19 Virus war die Visastelle der Deutschen Botschaft ab Donnerstag, 19. März 2020, geschlossen. Dies galt generell für Schengenvisa und nationale Visa. Bereits gebuchte Termine, die in den Zeitraum der Schließung der Visastelle fallen, verfielen ohne Umbuchungsmöglichkeiten, eine Neubuchung ist erforderlich.

Die Botschaft hatte am 26.06.2020 auf der Website mitgeteilt, dass ab dem 29. Juni 2020 Terminbuchungen wieder möglich sind und die Visastelle für bestimme Kategorien von Visaanträgen wieder geöffnet ist. Dies sind vor allem nationale Visa, da die Ausnahmen von den EU-Einreisebeschränkungen um diese Kategorien erweitert wurden.

Beurkundungen z.B. für Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung bleiben bis auf weiteres ausgesetzt. Sobald diese Dienstleistungen wieder möglich sind, wird dies auf unserer Website veröffentlicht.  

Der konsularische Betrieb wurde ab dem 01.07.2020 für Passanträge deutscher Staatsangehöriger, Beglaubigungen von Fotokopien und Unterschriftsbeglaubigungen (z.B. für Führungszeugnis, Vollmachten, Genehmigungserklärungen in Grundstücksangelegenheiten etc.), sowie die Bearbeitung von Grenzübertrittsbescheinigungen, Lebensbescheinigungen in Rentenangelegenheiten, Wohnsitzbescheinigungen und konsularische Bescheinigungen in sonstigen Angelegenheiten zu den auf der Website veröffentlichten Uhrzeiten wieder aufgenommen.

Bitte achten Sie darauf, Ihre Anträge vollständig ausgefüllt vorzulegen und zu beglaubigende Fotokopien in der gleichen Reihenfolge wie die Originale zu sortieren.

Für Lebensbescheinigungen in Rentenangelegenheiten beachten Sie bitte das gesonderte Merkblatt der DRV, wonach eine Bestätigung der Lebensbescheinigung durch eine Behörde / amtliche Stelle (hier die deutsche Botschaft) im jeweiligen Wohnsitzland (hier Armenien) 2020 nicht erforderlich sein wird.

Ab sofort ist es möglich, ein nationales Visum (NICHT SCHENGENVISUM) für folgende Reisezwecke zu beantragen:

  • Familienzusammenführung zu Bürgern des EU+ Raums (alle EU-Staaten plus Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Großbritannien) und zu in der EU aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen
  • Familienzusammenführung zur Eheschließung

  • Studienzwecke: Drittstaatsangehörige, die zu Studienzwecken einreisen, wenn das Studium nicht vollständig aus dem Ausland durchgeführt werden kann (Bescheinigung der Hochschule erforderlich, die auch bei der Grenzkontrolle vorzulegen ist).

  • Wenn der Antragsteller beabsichtigt einem Beruf mit Arbeitsvertrag zu einer essentiellen Tätigkeit (z.B. im Gesundheitswesen oder Transportwesen) nachzugehen.
  • Arbeitsaufnahme als Fachkräfte aus den folgenden Antragskategorien:
    • Fachkräfte mit Arbeitsvertrag im Sinne der Definition des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (§§ 18 Abs. 3, 18a, 18b AufenthG);
    • Wissenschaftler / Forscher (§ 18d AufenthG);
    • Entsendungen (nach § 19 Abs. 1 i.V.m. § 10 BeschV) und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten (§§ 19 Abs. 2, 19b AufenthG)
    • Führungskräfte (§ 19c Abs. 1 i.V.m. § 3 BeschV);
    • IT-Spezialisten (§19c Abs. 2 AufenthG iVm §6 BeschV);
    • Beschäftigungen in bes. öffentlichem Interesse (§ 19c Abs. 3 AufenthG)

Anträge, die nicht unter diese Kategorien fallen, werden zurückgewiesen.

Dazu gehören z.B. Anträge auf studienbegleitende Praktika (auch in der Landwirtschaft), Freiwilligendienste, au-pair, Sprachkurse ohne anschließendes Studium.

Alle Anträge müssen vollständig gem. den auf der Website veröffentlichten Merkblättern vorgelegt werden. Das A1-Sprachzertifikat für Familienzusammenführung kann während der Bearbeitungszeit nachgereicht werden, jedoch kann der Antrag erst nach Vorlage des A1-Zertifikats abschließend bearbeitet werden. Antragsteller werden gebeten, regelmäßig bei ihren Sprachkurs-Anbietern zu prüfen, ab wann Sprachprüfungen wieder möglich sind.

Schengenvisa können nur in den bisher von der EU genehmigten Ausnahmefällen beantragt werden, z.B. für Gesundheitspersonal, dringende medizinische Behandlung (siehe Merkblatt für vorzulegende Unterlagen), lebensbedrohliche Erkrankung naher Angehöriger (z.B. Eltern, Kinder). Hierzu wird ein Sondertermin vergeben, eine online-Buchung im Terminvergabesystem ist derzeit nicht möglich. Bei Ihrer E-Mail-Anfrage fügen Sie bitte bereits Nachweise zum geplanten Reisezweck bei.

Um einen Antrag stellen zu können, muss jeder Antragsteller wieder regulär einen freien Termin über unser online-Terminvergabesystem buchen.

Iranische Antragsteller werden gebeten, Termine ausschließlich in der Terminvergabeliste für iranische Staatsangehörige zu buchen, Terminbuchungen in anderen Terminvergabelisten werden nicht angenommen.

Bereits vorliegende nationale Visumsanträge zu Familienzusammenführung, Studienvisa und Arbeitsvisa für Fachkräfte gem. Fachkräfteeinwanderungsgesetz können nun weiter bearbeitet werden. Bitte übersenden Sie aktualisierte Nachweise gemäß unserem Merkblatt mit Angabe der Bearbeitungsnummer per E-Mail an die Botschaft: national@eriw.auswaertiges-amt.de.

Bitte beachten Sie: Vor dem Einlass in die Botschaft wird Fieber gemessen. Ist Ihre Temperatur höher als 37,3 ° Celsius werden Sie nicht eingelassen.

Sie müssen sich auch die Hände desinfizieren und eine Maske tragen.

Bitte beachten Sie auch die Quarantänevorschriften der einzelnen Bundesländer für Einreisende aus Drittstaaten. Weiterführende Informationen finden Sie hier:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html

Die Botschaft weist nachdrücklich darauf hin, dass ein Visum nicht automatisch zur Einreise berechtigt. Die Entscheidung bezüglich der Einreise in die EU wird von den jeweiligen Grenzbeamten / Fluglinien gem. den zum Zeitpunkt der Einreise gültigen Bestimmungen und Gesundheitsvorschriften getroffen. Die Botschaft hat darauf keinen Einfluss. Sie sollten entsprechende Nachweise, eventuell auch in Übersetzung, mit sich führen.

Informationen für deutsche Staatsangehörige

Anfragen zu Coronavirus-Angelegenheiten sollten telefonisch oder schriftlich gestellt werden. Sie haben auch die Möglichkeit, persönlich bei der Botschaft vorzusprechen, und zwar von Montag – Donnerstag von 10.00 – 12.00 Uhr.

Aufgrund der Atemwegserkrankung COVID-19 wurde bis zum 13.07.2020 der Ausnahmezustand in Armenien verhängt. Bewegungsbeschränkungen sind damit zur Zeit nicht verbunden, allerdings besteht sowohl im Freien als auch in allen öffentlichen Räumen - eine Maskenpflicht. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Jeder muss einen gültigen Reisepass mit sich führen.

Eine Einreise aus Deutschland (oder anderen EU-Staaten) kommender Personen ist derzeit nicht erlaubt (Ausnahme: armenische Staatsangehörige, Angehörige von diplomatischen Vertretungen, konsularischen Einrichtungen und internationalen Organisationen).

Alle Landesgrenzen sind für den Personenverkehr geschlossen, der Flugverkehr ist bis auf einige Ausnahmen eingestellt, auch wenn der Flughafen Eriwan geöffnet bleibt. 

Für Ausreisemöglichkeiten aus Armenien nach Deutschland kontaktieren Sie bitte ein Reisebüro. Bisher gab es nahezu durchgehend eine Flugverbindung mit Belavia von Eriwan über Minsk nach Deutschland.

Bitte beachten Sie auch die Quarantänevorschriften der einzelnen Bundesländer für Einreisende aus Drittstaaten. Die Quarantänevorschriften sind nicht an die Staatsangehörigkeit Einreisender, sondern an das Herkunftsland gebunden.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html

Regelung zur Verlängerung einer abgelaufenen armenischen Aufenthaltserlaubnis aufgrund vorübergehender Schließung der dafür zuständigen Behörde und fehlender Rückreisemöglichkeiten nach Deutschland

Gemäß Auskunft des armenischen Außenministeriums vom 06.04.2020 müssen Ausländer, also auch Deutsche, deren armenische Aufenthaltserlaubnis abgelaufen ist oder die sich bereits länger als die erlaubte Frist visumsfrei in Armenien aufhalten, vorübergehend keine strafrechtlichen Maßnahmen befürchten. Dies gilt bis zu 20 Tagen nach Ende des Ausnahmezustands. Innerhalb dieser Frist von 20 Tagen muss entweder die Ausreise aus Armenien erfolgen oder der Aufenthaltstitel durch die armenischen Behörden verlängert worden sein.

Hier finden Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für Armenien:  https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/armenien-node/armeniensicherheit/201872#content_0

Aktuelle Informationen zum Covid-19 Virus finden Sie auch auf der folgenden Seite des Auswärtigen Amts: Coronavirus / Covid-19: Informationen für Reisende

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